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Die Wirksamkeit der Mesotherapie in Forschung und Praxis

Studie zur Schmerzbehandlung bei Schulterverkalkung

Die Wirksamkeit der Mesotherapie lässt sich auch in wissenschaftlichen Studien nachweisen. Zum Thema Schmerzbehandlung wurde Anfang des Jahres in der Fachzeitschrift „Arthritis Care & Research“ eine Studie zur Tendinitis calcarea veröffentlicht.1

Als Tendinitis calcarea bzw. Schulterverkalkung wird eine durch Kalkablagerungen verursachte schmerzhafte Entzündung, meist im Bereich der Sehnenansätze des Schultergelenks, bezeichnet. Dabei sammeln sich Kalkkristalle im Übergangsbereich von Sehne zu Gelenkknochen. Bricht dieses Kalkdepot in das umgebende Bindegewebe oder den darunter liegenden Schleimbeutel ein und reizt diese Strukturen, kommt es zu massiven Entzündungen und Schmerzen, ähnlich einem Gichtanfall. Die Schmerzen treten akut auf, bestehen auch im Ruhezustand und führen oft zur totalen Bewegungsunfähigkeit der Schulter. Für die Behandlung werden schmerzlindernde Medikamente verabreicht und Kortison gespritzt. Mit Physiotherapie wird versucht, das Gelenk beweglich zu erhalten. Eine Stoßwellentherapie kann Kalkdepots bis zu einer bestimmten Größe zertrümmern, die in schweren Fällen sonst mit einer Nadel gespült und abgesaugt („Needling“) oder operativ entfernt werden müssen.

Für die Studie im italienischen L’Aquila wurden 80 Patienten mit diagnostizierter Schulterverkalkung in zwei gleichgroße Gruppen geteilt und die individuellen Beschwerden, Schmerzen und die funktionelle Beweglichkeit der Arme vor Behandlung, nach einwöchiger Behandlung und nach einem Jahr bestimmt. Zusätzlich wurden die Ausmaße der Kalkdepots in den Schultern mit Röntgenaufnahmen festgehalten.

In der Behandlungsgruppe injizierten die Forscher den „Kalziumfänger“ EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure) in stark verdünnter Lösung rund um die Kalkdepots. Anschließend wurde die betroffene Schulterregion 15 Minuten lang mit pulsierendem Ultraschall behandelt (Phonophorese) um das eingeschleuste EDTA besser zu verteilen und die Regenerationsprozesse im Gewebe zu stimulieren.

Bei knapp zwei Dritteln (62,5 %) der 40 behandelten Patienten hatten sich innerhalb von vier Wochen die Kalkdepots vollständig, bei weiteren 22,5 % größtenteils aufgelöst. Eine Kontrolluntersuchung nach einem Jahr bestätigte einen anhaltenden Behandlungserfolg – frei von irgendwelchen Nebenwirkungen. In der mesotherapeutisch nicht behandelten Kontrollgruppe konnte bei nur 15 % der Patienten eine unvollständige Auflösung festgestellt werden.

Damit belegt diese Studie recht eindrucksvoll die Vorzüge der Mesotherapie bei Tendinitis calcarea gegenüber den herkömmlichen Therapiemethoden: Auf entzündungshemmendes Kortison und starke Schmerzmittel samt ihren Nebenwirkungen kann verzichtet werden – Kortison wird in der Mesotherapie grundsätzlich nicht eingesetzt. Der rasche Behandlungserfolg macht zudem physiotherapeutische Übungen unnötig, die im fortgeschrittenen Stadium starke Schmerzen verursachen und deshalb häufig abgebrochen werden. Und schließlich werden das schmerzhafte Needling, die Stoßwellentherapie und die chirurgische Entfernung der Kalkdepots überflüssig, soweit der Patient zu den 85 Prozent an Fällen zählt, bei denen sich die Mesotherapie laut Studie als erfolgreich erweist.

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