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Die Wirksamkeit der Mesotherapie in Forschung und Praxis

Erfahrungsheilkunde – Beispiele aus der Praxis

Jenseits der wissenschaftlichen Studien ist die Mesotherapie aber vor allem Erfahrungsheilkunde, deren Erfolge sich tagtäglich in der Praxis beobachten lassen. Als Inhaber einer Praxis für konservative Chirurgie und komplexe Schmerztherapie habe ich die Mesotherapie im Rahmen eines Vortags und Kurses vor einigen Jahren kennen gelernt. Mit ihr wurden für mich auf einmal Schmerzbilder therapierbar, die ich bisher nicht zufrieden stellend lösen konnte – und das auf Dauer, ohne Nebenwirkungen und mit einer überschaubaren Anzahl an Sitzungen. Seid vier Jahren wende ich die Mesotherapie jeden Tag bei meinen Patienten an. Die folgenden drei Beispiele sollen kurz skizzieren, welche unterschiedlichen Schmerzarten mesotherapeutisch behandelt werden können.

Schmerzen im Bein nach Rücken-OP

Eine 69-jährige Rentnerin litt nach der Entfernung eines Nerventumors aus dem Rücken an unerwarteten Schmerzen im rechten Bein. Diese nahmen an Intensität zu und waren bald ständig zu spüren. Die Patientin konnte damit nicht mehr laufen, ihre Leistungsfähigkeit nahm ab. Ein Jahr nach der OP erlitt sie zudem einen Schlaganfall, der die Schmerzen verschlimmerte. In meiner Praxis gab die Patientin ihr subjektives Schmerzempfinden auf der VAS-Skala mit 8,5 von 10 an. Ich behandelte mesotherapeutisch etwa 10 Minuten lang ihren Rücken und das rechte Bein. Ihr Schmerzempfinden sank daraufhin auf der VAS-Skala von 8,5 auf 3,0. In den folgenden Tagen stiegen die Schmerzen allerdings wieder leicht an. Deshalb behandelte ich die Patienten noch zweimal im Abstand von je einer Woche sowie ein weiteres Mal 6 Monate später. Nun stellten sich leichte Schmerzen (3,0 VASSkala) nur noch nach Belastung, längerem Gehen und Gartenarbeit ein. Es folgte eine fünfte und letzte mesotherapeutische Behandlung vor einem Jahr. Seitdem ist die Patientin schmerzfrei.

Migräne

Immer wieder erstaunlich sind die Behandlungserfolge bei Migräne. Vor allem dann, wenn die betroffenen Patienten zuvor sämtliche bekannten stationären wie ambulanten Behandlungsmöglichkeiten vergeblich ausprobiert hatten. So wie die 36-jährige Mutter einer einjährigen Tochter. Sie litt an Migräne seit der ersten Regel im Alter von 12 Jahren. Die Schmerzen zeigten sich in Nacken und Stirn, traten teils täglich, teils in zweiwöchigem Abstand auf, ohne Aura, aber begleitet von Übelkeit, Sehstörungen und Lichtempfindlichkeit. Ihr subjektives Schmerzempfinden lag bei 8 bis 10 auf der VAS-Skala.

Für die Behandlung mischte ich Procain, Buflomedil und Calcitonin. Die Medikamente wurden in kleinsten Mengen über den beiden IS-Gelenken, paravertebral von der HWS bis zur mittleren BWS, beidseitig entlang der Unterarmmuskulatur bis zum Ellbogen, an den Handgelenken, dem zentralen Kopfpunkt und entlang der Nackenlinie injiziert. Zwei Wochen später wiederholte ich die Behandlung. Nach sechs Wochen fand ein Kontrolltermin statt.

Die Patientin hat seitdem keine Anfälle mehr. Leichte Kopfschmerzen traten später aufgrund des Schlafentzugs durch ihr Kleinkind auf. Hier half ein wenig Asperin. Die Patientin sagt, sie
hätte dank der Mesotherapie zu einem völlig neuem Lebensgefühl gefunden.

Mesotherapie bei starker Schmerzmedikation

Ein sehr anschauliches Beispiel dafür, wie Schulmedizin und Mesotherapie zum Wohle eines Patienten zusammenwirken, ist der Fall eines 48-jährigen Mannes, dem bei einem Verkehrsunfall vor sechs Jahren der Unterschenkel zertrümmert wurde. In der Unfallchirurgie mussten ihm daraufhin Schienen- und Wadenbein teilamputiert werden, so dass der Unterschenkel 12 cm kürzer wurde. Es folgten 22 Operationen, anschließend musste der Patient 13 Monate lang einen Ilizarow-Ringfixateur tragen um den Unterschenkel durch Bildung von Kallus wieder auf seine ursprüngliche Länge zu bringen. Danach wurde ein Nagel eingeführt. Weitere Operationen dienten unter anderem dazu, Sprunggelenk und Zehen zu versteifen.

Die Schmerzen wurden anfangs mit einer Schmerzpumpe und dem Schmerzmittel Dipidolor gemildert, dann folgten innerhalb von zwei Jahren fünf Grenzstrangblockaden und zwei CT-gestützte Blockaden. Nachdem der Patient chirurgisch austherapiert war, wurde er auf täglich 3 x 100 mg M-Long, ein morphinhaltiges Schmerzmittel, und 3 x 800 mg Gabapentin als zusätzliches Schmerzmittel, eingestellt. Seinen Schmerzpegel gab der Patient mit 7 bis 9 auf der VAS-Skala an. Die darauf folgende mesotherapeutische Behandlung war recht unspektakulär. Ich behandelte dreimal den gesamten linken Unterschenkel und die Lendenwirbelsäule.

Der Schmerzpegel sank daraufhin auf Werte von 3 bis 4 auf der VAS-Skala. Auch konnte der Patient auf seine Schmerzmittel neu eingestellt werden. Nun kommt er mit 1 x 100 mg M-Long und 1 x 800 mg Gabapentin aus. Mit der Mesotherapie konnte ich seine Schmerzen halbieren und seinen Bedarf an Schmerzmitteln auf ein Drittel senken. Der Patient ist zufrieden und benötigt keine weiteren Behandlungen.

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